Im Verein gehen die Lichter aus

"Im Imkerverein knipsen sie doch bald das Licht aus"
 

Diesen Satz hörte Norbert S. als er sich in seiner Heimatgemeinde Neuhausen nach einem Imkerverein umschaute, in dem er aktiv werden konnte. Und die Prophezeiung war realistisch. Noch 25 Mitglieder, keine Bienenstände mehr, die Stimmung auf Null. Heute zählt der Verein 140 Mitglieder und ist weit über die Stadtgrenze bekannt. Seit mehreren Jahren gibt es das "Wahlfach Imkerei" an der Mittelschule, was zu einer starken Verjüngung der Mitglieder führte. Im gleichen Jahr machte der Vorstand einen Schnitt und und gab die Verantwortung an jüngere Mitglieder ab. Zwei Jahre später nahm die Stadt Neuhausen eine Idee des Imkervereins auf und bestückt seither 8500qm Stadtfläche mit Blumensamen. Im Sommer blühen die Brachflächen und Straßenränder und werden zur Weide von unzähligen Bienen, die in einem guten Jahr bis zu einer Tonne Honig sammeln. Dieser Erfolg ist auf einen Mann zurückzuführen, Norbert S., der seit fünf Jahren den Posten des 1. Vorstandes innehat. Sein Erfolgsrezept um neue Mitglieder werben: Eine starke Präsenz des Vereins in der Öffentlichkeit, bei der aktiv um neue Mitglieder geworben wird, die Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen Vereinen vor Ort wie dem Gartenbauverein und dem Bund Naturschutz, das Aufgreifen und die öffentliche Diskussion über aktuelle ökologische Themen wie TTIP, die Artenvielfalt und moderate Mitgliedsbeiträge. Zudem ist der gesamte Gemeinderat einschließlich dem Bürgermeister Mitglied im Verein und rührt fleißig die Werbetrommeln für neue Mitgliedschaften.

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