Kontaktaufnahme zur Redaktion

Eine Redaktion hat die Aufgabe, Informationen in eine zur Veröffentlichung geeignete Fassung zu bringen. Die Redaktion ist die Abteilung in einer Verlag, die die journalistische Arbeit erbringt. Lesen Sie hier wie Sie am besten Kontakt aufnehmen können!

Wege in die Redaktion
 

Hierarchie einer Redaktion:

 

Verleger: ökonomische Verantwortung

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Chefredakteur: publizistische Verantwortung

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Chef vom Dienst (CvD): Verantwortung für einzelne Ausgaben (Layout, Abläufe)

|

Ressortleiter: Verantwortung für die Arbeit innerhalb eines Ressorts

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Redakteur: journalistische Arbeit, Betreuung der freien Mitarbeiter

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Freie Mitarbeiter: journalistische Arbeit

 

Kontaktaufnahme zu Journalisten

Das Wichtigste: Der Verein soll selbst aktiv werden und auf die Zeitung / Radio- und Fernsehsender zugehen. Es ist sinnvoll, wenn der Verein ein Mitglied festlegt, das zum Ansprechpartner für die Presse wird. Der Ansprechpartner kann sich dann den Redaktionen vorstellen und auch den Kontakt zu den Redaktionen weiterhin halten. Kontakt zur Redaktion kann der Verein aufnehmen per  E-Mail, Fax, Anruf, Brief oder durch ein persönliches Gespräch.

Adressen der lokalen Medien bekommt man beim Presseamt der Stadt, findet sie aber auch im Internet, im Impressum (bei Zeitungen). Man sollte auch nicht vergessen, dass es außer Tageszeitungen noch andere Printmedien gibt (zum Beispiel Programmhefte der Kulturläden, Stadtteilmagazine, Gemeindeblätter usw.)

Es ist immer gut, sich den Namen des Journalisten zu merken, der über den Verein zum aktuellen Anlass schreibt. Vielleicht kommt er wieder und freut sich, dass sein Name im Verein schon bekannt ist. Außerdem sollte man sich bei dem Journalisten erkundigen, wann der Artikel erscheint, und dann den Artikel unbedingt lesen.

Suchen Sie sich starke Kooperationspartner (zum Beispiel auf der Stadt-, Bezirksebene, Prominente usw.) – das erhöht das Medieninteresse. Manchmal ist es auch hilfreich, wenn eine Pressemitteilung zu „Ihrem“ Anlass von diesen Institutionen an die Medien geschickt wird.

 

Besonderheiten der Arbeitsbedingungen von Journalisten

  • Später Start
  • Wer um 8 Uhr in einer Redaktion anruft, wird meist niemanden erreichen. In vielen Redaktionen sind Redakteure erst am späten Vormittag zu erreichen. Dafür arbeiten sie bis 19 oder 20 Uhr. Hier ist es sinnvoll, sich mit dem relevanten Medium in Kontakt zu setzen und nach den Zeiten der Erreichbarkeit zu fragen.
  • Arbeit unter Zeitdruck
  • Redakteure arbeiten oft unter enormen Zeitdruck, deswegen sollen alle Meldungen seitens des Vereins möglichst gut vorbereitet werden und wenig arbeitsintensiv für den Redakteur sein. Außerdem: Wenn ein Redakteur beim Verein anruft, braucht er meist die Infos sofort und nicht erst in ein paar Tagen.
  • Arbeitsverdichtung
  • In vielen Medien schrumpft die Anzahl der Redakteure. Auch aus diesem Grund sollen Meldungen seitens des Vereins möglichst arbeitsintensiv für Redaktionen sein. Mit zunehmender Arbeitsverdichtung lässt sich auch so mancher Fehler in der Presse erklären (grammatische und orthografische Fehler, falsche Schreibweise der Namen, Zahlendreher, Ungenauigkeiten in Schilderungen usw.). Es soll natürlich keine Entschuldigung dafür sein, aber zumindest eine Erklärung.

 

Bei allen Kontakten zur Presse ist zu berücksichtigen:

  • Alles, was für die Redaktionen einen zu großen Arbeits- und Zeitaufwand bedeutet, verringert die Wahrscheinlichkeit, in die Zeitung zu kommen.
  • Einen Anspruch, dass der Text erscheint gibt es nicht. Die Entscheidung ob, in welcher Form und in welchem Umfang der Text erscheint, liegt beim Journalisten. Das hängt davon ab, ob es das Seitenlayout erlaubt und ob es wichtigere Meldungen gibt.

 

Anlässe für eine Berichterstattung

  • Ausschlaggebend: Die Nachricht soll für die Nutzer der Medien wichtig sein.
  • Grundsätzlich: Bei der Suche nach einem Thema sollte man die Nachrichtenelemente (siehe unten) berücksichtigen.
  • Anlässe für eine Meldung: Veranstaltungen des Vereins, Ausstellungen, Vorträge und sonstige Aktionen, Jahrestage, die Bezug zur Tätigkeit des Vereins haben, Jubiläen, evtl. die Jahresversammlung, aber nur, wenn sie mit einem interessanten Ereignis verbunden ist (zum Beispiel ein aktueller Vortrag oder ein prominenter Referent), Vorstellung eines Vereinsmitglieds mit einem besonderen Anliegen oder Hobby. Aber auch Themen, die andere beschäftigen: zum Beispiel Ärger mit Behörden.
  • Die Ehrung der Mitglieder, die seit 30 Jahren im Verein aktiv sind, findet nur geringes Interesse, also höchstens ein Bild mit Bildtext (aber solche Fotos sind nicht besonders beliebt).
  • Um das Interesse der Journalisten zu erwecken, muss sich ihre Nachricht vom Gewöhnlichen unterscheiden, etwas Neues oder sogar Spektakuläres mitteilen. Also keine „Nicht Nachricht“.
  • Es ist wichtig, die Berichterstattung der lokalen Medien zu verfolgen. Der Verein kann an ein aktuelles Thema anknüpfen.
  • Auch Lokalredakteure können oft gute Hinweise geben.

Wichtig: Eine gute Chance, in die Zeitung, ins Radio oder Fernsehen zu kommen, gibt es vor allem im Sommer zu der Schulferienzeit oder im Winter zwischen den Feiertagen. Journalisten nennen sie „Saure-Gurken-Zeit“. In dieser Zeit suchen Journalisten händeringend nach Themen.

Wer regelmäßig in den Medien stehen will, soll sich dafür rechtzeitig Themen überlegen. Dabei kann ein Medienplan sehr hilfreich sein.

 

Bestandteile eines Medienplans

(Beispiel: Sportverein)

Monat

Anlass

Aussendung (Datum)

Medien

Berichterstattung (mit Datum)

Art der Berichterstattung

Januar

Überflüssige Pfunde nach den Feiertagen: Kampf dem Winterspeck! Tipps zum Abnehmen

2. Januar

NN

NZ

Bild

Radio F

keine

6. Januar

keine

10. Januar

-

Bericht

-

Interview

 

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