Datenschutz im Verein

Dem Datenschutzrecht liegen einige Grundsätze zugrunde, die generell eingehalten werden müssen.

Im Verein gehen verschiedene Personen mit „bezogenen Daten“ von Dritten um. Leider sind viele Vereine dabei recht sorglos. Betroffen sind nicht nur Vereinsmitglieder, sondern auch Ehrenamtliche. Auch Daten von externen Personen, etwa Sponsoren oder Personen, mit denen im Rahmen des Vereinszwecks zusammengearbeitet wird, zum Beispiel Nachbarschaftshilfe, Selbsthilfegruppen, Angehörige von Erkrankten usw., sind betroffen.

Für die Einhaltung der Datenschutzregelungen sind der Vorstand und jeder, der mit Daten im Verein umgeht, verantwortlich. Dabei gilt für nahezu alle Vereine das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG).

Die Grundsätze werden bei der Auslegung der einzelnen Vorschriften zur näheren Bestimmung herangezogen.

Sofern nicht mehr als 20 Personen im Verein regelmäßig mit den personenbezogenen Daten von anderen umgehen, wird nach § 4f Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) kein eigener Datenschutzbeauftragter benötigt. Dennoch sollte überlegt werden, ob nicht eine geeignete, gegebenenfalls fortgebildete Person im Verein damit betraut werden soll, auf Datenschutzangelegenheiten im Verein zu achten. Sie kann, muss aber nicht Mitglied des Vorstands sein.

Teile dieser Texte liegt eine von der Verbraucherzentrale NRW e. V. genehmigte Bearbeitung von Texten aus dem Ratgeber „Vereinsrecht und Ehrenamt“, 1. Auflage 2014, © Verbraucherzentrale NRW e.V., Düsseldorf , www.verbraucherzentrale.nrw zugrunde.