Welche Daten dürfen erhoben werden?

Grundsätzlich ist jeder Umgang mit Daten im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) verboten.

Dies bedeutet, dass jede Erhebung, Speicherung, Nutzung usw. von personenbezogenen Daten generell verboten sind, es sei denn, das BDSG bzw. eine andere gesetzliche Regelung erlauben dies oder es liegt eine wirksame Einwilligung des Betroffenen vor.

§ 28 BDSG lautet: „Das Erheben, Speichern, Verändern oder Übermitteln personenbezogener Daten oder ihre Nutzung als Mittel für die Erfüllung eigener Geschäftszwecke ist zulässig, wenn es für die Begründung, Durchführung oder Beendigung eines rechtsgeschäftlichen oder rechtsgeschäftsähnlichen Schuldverhältnisses mit dem Betroffenen erforderlich ist.“

Dies erlaubt es dem Verein, Name und Adresse, vielleicht noch Geburtsdatum und Bankverbindung des Vereinsmitglieds in dem beschriebenen Umfang und nur für die Abwicklung der Mitgliedschaft zu nutzen. Bei den üblicherweise von Vereinsmitgliedern vorliegenden Daten, der Art der Verwendung (und sei es die Gratulation zu Jubiläen) sowie bei den Daten von Nicht-Vereinsmitgliedern ist für den Umgang mit Daten nahezu immer eine schriftliche vorherige Einwilligung des Betroffenen nötig. Dabei muss beachtet werden, dass eine wirksame Einwilligung bestimmte formale Voraussetzungen erfüllen muss und jeweils nur den Umgang mit den Daten des Betroffenen erlaubt.

Für den Umgang mit besonderen personenbezogenen Daten, wie Angaben über die rassische und ethnische Herkunft, politische Meinungen, religiöse oder philosophische Überzeugungen, Gewerkschaftszugehörigkeit, Gesundheit und Sexualleben, benötigen Sie darüber hinaus eine ausdrückliche Einwilligung mit Bezug auf diese Daten.

Teile dieser Texte liegt eine von der Verbraucherzentrale NRW e. V. genehmigte Bearbeitung von Texten aus dem Ratgeber „Vereinsrecht und Ehrenamt“, 1. Auflage 2014, © Verbraucherzentrale NRW e.V., Düsseldorf , www.verbraucherzentrale.nrw zugrunde.